EuGH kippt erneut die Widerufsbelehrung in Immobilienkreditverträgen

Betroffen sind wohl zahlreiche Wohnbaukredite zwischen 2010 und 2016.

Im vorliegenden Fall ging es um eine Klausel, in der für den Beginn der Widerrufsfrist, ohne nähere Erläuterungen, auf § 492 Absatz 2 des BGB verwiesen wurde, der wiederum  auf etliche weitere Vorschriften verweist.

Diesen sogenannte "Kaskadenverweis" – also die Angaben in den Kreditverträgen, die auf eine nationale Vorschrift verweisen, die ihrerseits wiederum auf andere Normen verweist – sahen die Richter nicht als ausreichend an, da für den Kreditnehmer klar ersichtlich sein müsste, wie sich die Widerrufsfrist berechnet und wann sie konkret beginnt.

EuGH, Urteil vom 26.03.2020, Az. C-66/19

 

► Zurück zu Recht Aktuell

0 0
Feed