Kündigungsschutz bei Schwangerschaft

Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts gilt das Kündigungsverbot gegenüber einer schwangeren Arbeitnehmerin gemäß § 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MuSchG auch für eine Kündigung vor der vereinbarten Tätigkeitsaufnahme und trotz vereinbarter Probezeit.

Auch hier nahmen die Richter Bezug auf europäisches Recht. D. h. nach der EU-Mutterschutzrichtlinie seien die EU-Mitgliedstaaten zu Maßnahmen verpflichtet, um Kündigungen von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des Mutterschaftsurlaubs auszuschließen.

Folglich gilt das Kündigungsverbot für Schwangere nicht erst ab der Aufnahme der Beschäftigung, sondern unmittelbar nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages.

BAG, Urteil vom 27.02.2020, 2 AZR 498/19

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