Sascha Hehn gewinnt vor dem BGH wegen der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

Der Axel Springer Verlag (betroffen war hier die Bild am Sonntag) durfte ein Kreuzfahrt-Gewinnspiel nicht mit dem ehemaligen Traumschiff-Kapitän Sascha Hehn (66, ZDF-Fernsehserie "Das Traumschiff") bewerben.

Der BGH wies die Revision von Axel Springer zurück. Wie bereits das OLG Köln in der Vorinstanz zu Recht festgestellt hatte, hat die Zeitung rechtswidrig in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Schauspielers eingegriffen.

In der Zeitung wurde im Februar 2018 für das Gewinnspiel "Urlaubslotto" geworben und unter den Teilnehmern Karten für eine Kreuzfahrt verlost. Für diese Kampagne nutzte die BamS auch ein Bild mit drei Schauspielern in Schiffsuniform aus der ZDF-Serie "Das Traumschiff". Im dazugehörigen Text erhielten die Leser zwar den Hinweis, dass man die Abgebildeten auf der Kreuzfahrt nicht treffen werde. Aber wie auf dem echten TV-Traumschiff würde man zu den schönsten Buchten und den spannendsten Städten reisen. 

Der Symbolcharakter des Fotos für eine Kreuzfahrt im Sinne einer "Traumreise" führe, nach den Feststellungen der BGH-Richter, nun aber selbst in einem redaktionellen Kontext nicht dazu, dass es schrankenlos für die Bebilderung einer Kreuzfahrt genutzt werden darf. Das OLG habe der kommerziellen Nutzung des Bildes zu Recht entscheidende Bedeutung beigemessen. "Die Informationen, die der Beitrag mit Blick auf die Person des Klägers und seine Rolle als Kapitän in der Fernsehserie 'Das Traumschiff' enthält, sind der Bewerbung des 'Urlaubslottos' der Beklagten funktional untergeordnet", so der BGH in einer Mitteilung. 

BGH Urt. v. 21.01.2021, Az. I ZR 207/19

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